Dekanat Rheingau-Taunus

Angebote und Themen

Herzlich Willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote des Dekanates Rheingau-Taunus zu Ihnen passen. Über das Kontaktformular sind wir offen für Ihre Anregungen.

AngeboteÜbersicht
Menümobile menu

Unionskirche

Frisch restauriert zum Jubiläum

(c) DekanatRestaurator Thomas Diedrichsen erklärt der Jury die Arbeiten in der UnionskircheRestaurator Thomas Diedrichsen erklärt der Jury die Arbeiten in der Unionskirche

Die Jury des hessischen Denkmalschutzpreises hat die frisch renovierte Unionskirche in Idstein besucht. Bezirkskonservatorin Verena Jakobi berichtete der Delegation, dass man mit den wichtigsten Renovierungsarbeiten punktgenau zum Jubiläum „200 Jahre Nassauische Union“ fertig sein werde. Die ehemalige gotische Stiftskirche St. Martin stammt aus dem Jahr 1340. Allerdings habe man bei den Baumaßnahmen entdeckt, dass Teile der Chores und des Untergeschosses sogar aus dem Jahr um 1200 stammen. Graf Johann von Nassau-Idstein ließ die Kirche im 17. Jahrhundert zu einer Predigt- und Hofkirche umbauen. Seit 1917 heißt sie Unionskirche. Sie verweist damit auf die Nassauische Union, in der die Protestanten lutherischen und reformierten Glaubens ihre wichtigsten Streitfragen beilegen und z.B. gemeinsam Abendmahl feiern konnten.

Die ehemalige gotische Stiftskirche St. Martin stammt aus dem Jahr 1340. Allerdings habe man bei den Baumaßnahmen entdeckt, dass Teile der Chores und des Untergeschosses sogar aus dem Jahr um 1200 stammen. Graf Johann von Nassau-Idstein ließ die Kirche im 17. Jahrhundert zu einer Predigt- und Hofkirche umbauen. Seit 1917 heißt sie Unionskirche. Sie verweist damit auf die Nassauische Union, in der die Protestanten lutherischen und reformierten Glaubens ihre wichtigsten Streitfragen beilegen und z.B. gemeinsam Abendmahl feiern konnten.

Ein Raunen ging durch die 10-köpfige Delegation, als sie den Innenraum der Kirche betrat. Die beeindruckenden Bilder an der Decke, die frisch restaurierten Plaketten an den Emporen aber auch der imposante Altarraum verschlug der Jury förmlich die Sprache. Die ganze Kirche riecht nach Farben und erstrahlt buchstäblich in neuem Glanz.

Der leitende Architekt Daniel Macholz und der Leiter der Restaurationswerkstatt Peter Weller Plate, beschrieben der Jury anschaulich einige Erfahrungen und Entdeckungen, die man während der Restaurationszeit gemacht habe. Etwa, dass man zunächst dachte, auf eine Wasserleitung gestoßen zu sein, weil auf der Nordseite des Gebäudes das Wasser zwei Meter hoch in der Wand stand. Oder über die zum Teil abenteuerliche Hängevorrichtung der Bilder, die direkt an die Sparren geschraubt worden seien. Die Bilder wurden damals mit einem erstaunlich robusten Roggenkleister verklebt worden, jedenfalls hat man bei den Restaurationsmaßnahmen noch Reste davon gefunden.

„Wichtigstes Restaurationswerk Hessens“

Der Vorsitzende der Jury, Markus Harzenetter, nannte das Gebäude „eine hochbedeutende Kirche“ und bezeichnete sie als „wichtigstes Restaurationswerk Hessens“. Aber die Jury interessierte sich nicht nur für die Geschichte und das Gebäude, sondern auch für das „bemerkenswerte Engagement der Kirchengemeinde“, so Harzenetter. Wolfgang Cremer und Renate Sieb vom Fundraising-Ausschuss, berichteten, dass es ihnen von Anfang an wichtig gewesen sei, vor allem das Bild von der Kirchengemeinde und der Unionskirche zu stärken. Dabei habe die eigene Begeisterung eine wichtige Rolle gespielt, um andere Menschen für das Projekt zu gewinnen. 27 größere Projekte habe man als Fundraising-Ausschuss auf den Weg gebracht: Bildpatenschaften, Jubiläumsball, zwei Internetprojekte, Kabarett und Konzerte seien darunter gewesen. „Wir wurden immer mutiger“, fasst der Vorsitzende Wolfgang Cremer die Aktionen zusammen. Dazu gehörten auf jeden Fall die Führungen hoch oben auf dem Gerüst, bei den man die Bilder förmlich berühren konnte. Zwanzig Prozent der 3,3 Millionen Euro muss die Kirchengemeinden aus Eigenmitteln aufbringen. Insgesamt hat sie etwa 460.000 Euro eingenommen. Der hessische Denkmalschutzpreis wird am 17. Mai im Schloss Biebrich verliehen.

Festwochenende 11. August bis 13. August

In der Kirche werden hier und da noch kleinere Ausbesserungsarbeiten gemacht. Später sollen Arbeiten an der Decke über Orgel folgen. Das Wichtigste sei aber geschafft. Gerade rechtzeitig: Am 25. Juni wird die Unionskirche offiziell eröffnet. Das große Festwochenende „200 Jahre Nassauische Union“ findet nach genau 200 Jahren vom 11. Bis zum 13. August, mit Festakt und Festgottesdienst statt. Am 12. August ist in der Idsteiner Innenstadt das große Unionsfest von 10 bis 18 Uhr. Mit vielen Mitmachangeboten, Druckerpresse, Aktionsspielen, Tombola, Inklusionsmobil, Großgruppenspielen, Musik und einem einem extra komponiertem Kindermusical von Kantor Carsten Koch.

Diese Seite:Download PDFDrucken

to top