Dekanat Rheingau-Taunus

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Dekanatssynode

Haushalt, Spendenaktion und Lichtkirche

(c) DekanatAbstimmung auf der SynodeAbstimmung auf der Synode

[Region / Rheingau / Untertaunus / Idsteiner Land / Glashütten / Bad Camberg; 5.11.2017; cw] Die Synode des Evangelischen Dekanats Rheingau-Taunus (eine Art Kirchenparlament) hat in Taunusstein-Hahn den ausgeglichenen Haushalt des kommenden Jahres in Höhe von 1,8 Millionen Euro mit großer Mehrheit beschlossen

Die über 70 anwesenden Vertreter aus den 52 Kirchengemeinden und Diensten entschieden damit auch wofür die Haushaltsmittel mit einem Volumen von 1,8 Millionen Euro ausgegeben werden: Knapp 1,4 Millionen Euro davon stammen aus Kirchensteuermitteln. Das Meiste davon, nämlich 74 Prozent, wird für Personalkosten etwa im Kinder- und Jugendbereich, für Bildung, Seelsorge in Kliniken und für Menschen mit Behinderungen, Seelsorge an Schulen, Notfallseelsorge, Kirchenmusik, Arbeit in den Kirchengemeinden, Ökumene, Kinder- und Jugendarbeit, Erwachsenenbildung, Seniorenarbeit, Hospizarbeit, Diakonische Arbeitsfelder, Öffentlichkeitsarbeit oder für die Verwaltung verwendet. Die restlichen 26 Prozent sind Sachmittel.

Insgesamt sind im Dekanat Rheingau-Taunus und den dazugehörigen Kirchengemeinden etwa 500 Menschen haupt- und nebenamtlich angestellt, darunter 47 Pfarrerinnen und Pfarrer. Das Evangelische Dekanat Rheingau-Taunus hat etwa 53.000 Mitglieder.

Aktion „Hilfe für hungernde Menschen im Südsudan“ gestartet

Dekan Klaus Schmid wies auf eine Spendenaktion mit dem Kreisbauernverband hin. Beide wollen am 11. November die Spendenaktion „Nahrung für den Süd-Sudan“ ins Leben rufen. So habe sich der Kreisbauernverband (KBV) entschieden den Gegenwert von 20 Tonnen Weizen für den Süd-Sudan zu spenden. Am 19. November, dem Volkstrauertag, werde man gemeinsam in der Evangelischen Lukaskirche in Wörsdorf um 10 Uhr einen Gottesdienst anlässlich der gemeinsamen Aktion feiern.

Landrat: „Ich bin Christ“

Landrat Frank Kilian saß zum ersten Mal als Gast „und wie ich denke, als einziger Katholik“ in der Synode. Er freue sich sehr sich auf die Zusammenarbeit und dankte gleichzeitig für die positiven Erfahrungen, die er bereits als Bürgermeister mit der Evangelischen Kirche machen konnte. Sei es in der Flüchtlingsarbeit, den Kindertagesstätten oder der Seniorenarbeit. „Auch ich bin Teil Ihres Netzwerkes und Sie sind Teil meines Netzwerkes“, sagte Kilian. Frank Kilian bekannte sich vor dem Kirchenparlament klar als Christ. So frage er sich in seiner weltlichen Funktion stets: „Wie kann ich Menschen Gutes tun? Wie kann ich die Situation im Kreis für die Menschen verbessern? Und das gerne mit Ihnen.“

Dekan: „Rechtspopulismus bereitet Sorge“

Dekan Klaus Schmid betonte in seiner Andacht mit Blick auf den Reformationstag, dass Gott alle Menschen, ohne Wenn und Aber, liebe. „Das ist eine der Haupterkenntnisse der Reformation“, so Schmid. „Dies gilt es in die Welt zu tragen. Diese Wahrheit bestimmt unser christlich-ethisches Denken und Handeln“, erklärte der Dekan weiter. Gleichzeitig betonte er, dass ihm die zunehmende Individualisierung und der Rechtspopulismus Sorge bereiten. „Niemand, der den Rechtspopulisten folge, könne heute sagen: ‚Das habe ich nicht gewusst.“ Protestanten müssten per se kritisch sein, wenn Menschen die Wahrheit für sich reklamierten.

Bericht des Dekans

Dekan Klaus Schmid erklärte in seinem Bericht, dass fast alle Pfarrstellen im Dekanat besetzt seien. Der Altersschnitt der Pfarrer im Dekanat betrage 53 Jahre, erklärte Klaus Schmid. Das bedeute, dass über 50 Prozent der Pfarrerinnen und Pfarrer in den nächsten zehn Jahren den Altersruhestand erreichen würden. „Wir werden künftig Modelle finden müssen, wie der Pfarrdienst in der Gemeinde gut fortgeführt werden kann, “ sagte der Dekan. Landessynodaler Dr. Dieter Pradt (Hünstetten) ergänzte, dass es in erster Linie nicht finanziellen Gründe seien, die zur Reduzierungen führten, sondern dass es an Nachwuchs bei Pfarrerinnen und Pfarrer fehle und man derzeit bei Pfarrstellen nicht in der entsprechenden Zahl nachbesetzen könne.

Lichtkirche auf der Landesgartenschau

Ende März 2018 wird die Lichtkirche der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) in Bad Schwalbach auf dem Gelände der Landesgartenschau aufgebaut. Das Team der Geschäftsstelle mit den Pfarrerinnen Mareike Frahn-Langenau und Ingrid Schneider sowie Pastoralreferent Benedikt Berger stellte sich erstmal der Öffentlichkeit vor. 163 Tage wird die Lichtkirche täglich um 12 Uhr einen Mittagsimpuls bzw. Gottesdienst (sonntags) und um 16.30 Uhr einen Reisesegen anbieten. Hinzu kommen Lesungen, Konzerte und weitere Programmangebote. Auch Gruppen aus der Region werden das Programm der Lichtkirche mitgestalten. Die Lichtkirche wird mit ihren drei Glockentürmen direkt neben dem Kurhaus im Kurpark mit Blick auf den Stahlbrunnen stehen.

Das Lichtkirchenteam startete offiziell die Werbung um Ehrenamtliche für die Lichtkirche  unter dem Motto „Die Lichtkirche Ihr Gesicht geben!“

Marianne Reitz und Margit Weimer, beide Ehrenamtliche auf der Lichtkirche in Gießen und Wittenberg, gaben den Synodalen Vertretern einen lebendigen Einblick in die Arbeit um die preisgekrönte Lichtkirche. „Wir waren die ganze Zeit in Gießen“, erklärte Margit Weimer. „Das hat uns so gut gefallen, dass wir immer gerne helfen.“ Beide waren darüber hinaus auch beim Tag der Deutschen Einheit in Frankfurt als Gästebegleiter im Einsatz.

Wohlfühlatmosphäre schaffen

Zu den Aufgaben der Gästebegleiter zählen unter anderem Besucher freundlich zu empfangen, über das Gelände und die Lichtkirche zu führen und zu Gottesdiensten einzuladen. Marianne Reitz brachte es vor den 80 Besuchern der Synode auf den Punkt: „Unsere Aufgabe war es eine Wohlfühlatmosphäre schaffen.“ Marianne Reitz: genoss vor allem „die spontanen Gespräche mit Besuchern, z.B. Gästen auch aus Amerika und ganz Deutschland. Die Atmosphäre in der Kirche sei schon etwas besonders. „Bei solchen Erlebnissen geht man beschwingt nach Hause.“ Insgesamt seien es immer sehr abwechslungsreiche Aufgaben. Auch evangelische Taufen, Segnungen und Hochzeiten gehörten dazu.

Im Durchschnitt werden vier bis sechs Menschen pro Schicht eingeteilt. Insgesamt benötigt man 120 Menschen.

Die Lichtkirche der EKHN wird vom 28. April bis zum 7. Oktober 2018 im kommenden Jahr auf der Landesgartenschau Bad Schwalbach vertreten sein. Der Auftritt auf der Landesgartenschau wird zum ersten Mal in Kooperation mit dem Bistum Limburg sein. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck ist wie in den Vorjahren ebenfalls Träger der Lichtkirche auf der Landesgartenschau.

Hintergrund Dekanat und Synode

Das Dekanat Rheingau-Taunus erstreckt sich auf einer Fläche von über 800 km² vom Rheingau über Bad Schwalbach, Schlangenbad, Aarbergen, Heidenrod, dem, Untertaunus mit Taunusstein und Hohenstein, dem Idsteiner Land (Idstein, Hünstetten, Waldems, Niedernhausen) bis hin nach Glashütten und nach Bad Camberg.

Die Dekanatssynode ist eine Art Kirchenparlament, wenngleich es keine Fraktionen gibt. Die gut 90 Delegierten wählen einen Dekanatssynodalvorstand (DSV), der zwischen den Tagungen die Geschäfte führt. Die Mitglieder der Synode setzen sich aus Delegierten der einzelnen Gemeinden zusammen. Die Kirchengemeinden entsenden je nach Größe der Gemeinde Vertreter in die Dekanatssynode. Die Pfarrer wählen ihre Vertreter für die Synode auf einer eigenen Versammlung. Das Verhältnis Ehrenamtliche zu Theologen beträgt 2 zu 1. Die Synodalen wählen den DSV und den Dekan, entsenden Mitglieder in die Landessynode, bilden Ausschüsse, benennen Beauftragte und verabschieden den Dekanatshaushalt.

Ferner trifft die Synode wichtige Personalentscheidungen. Darüber hinaus informiert sich die Synode über die Arbeit im Dekanat und arbeitet durch die Festlegung der Arbeitsziele im Dekanat an der Entwicklung einer „Kirche in der Region“ mit. Die öffentlichen Sitzungen der Synode finden zwei- bis viermal jährlich statt. Ein Vorsitzender (Präses) leitet die Dekanatssynode. 

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