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500 Jahre Reformation

Kinder-Musical „Habe Mut“

(c) DekanatKindermusical "Habe Mut"Kindermusical "Habe Mut"

In Hünstetten-Wallrabenstein begrüßten Martin Luther (Simon Gerhard) und seine Frau Katharina (Ilona Hardt) persönlich die Besucher. Sie kamen, um das Kinder-Musical „Habe Mut“ zu sehen. Gespielt von 20 Kindern und Konfirmanden aus den beiden Kirchengemeinden Wallrabenstein und Wörsdorf.

Wie überall war auch hier die Kirche sehr gut besucht. „Ein feste Burg ist unser Gott“, das wohl bekannteste Kirchenlied des Reformators erklang auch hier als Eingangslied. „Luther brachte mit einen ‚anderem Denken von Gott‘, den Stein ins Rollen“, so Pfarrerin Stefanie Glaser.

 

Mehr denn je ökumenisch denken

„Heute geht es darum, mehr denn je ökumenisch zu denken und die christliche Einheit zu stärken“, betonte auch Glaser, wie vielerorts, den Wunsch nach Gemeinschaft und Einheit der Christen. Die Kinder zeigten eindrucksvoll, dass es einer gehörigen Portion Mut bedarf, seine Ansichten zu vertreten. Aber wenn man anstatt an einen richtenden und strafenden Gott zu glauben, plötzlich die „Liebe Gottes entdeckt, dann lohnt sich das“, so das Resümee. „Gottes Liebe kann man nicht erkaufen“, war eine zentrale These der Kinder, auch wenn manche die Idee der Ablassbriefe eigentlich ganz gut fanden. „Einfach nur so, so wie Du bist, bist Du von Gott geliebt“, lautete ein Lied, das die Kinder in der Wallrabensteiner und Wörsdorfer Kirche sangen.

 

 

Reformation brachte Bildung und Schulen

Deutlich wurde auch, dass Luther nicht nur die Reformation auslöste. Er wollte dem Volk, „aufs Maul schauen“ und fragte Männer, Frauen und sogar Kindern, ob sie das, was er schrieb, verstanden. Jeder sollte die Bibel lesen können, deshalb übersetzte er sie ins Deutsche. Sein Freund Philipp Melanchthon zog durch die Lande, um Menschen das Lesen, Schreiben und Rechnen beizubringen. Der Theologe erstellte dafür auch Lehrpläne und Schulbücher. Der kleine Katechismus Luthers half dem Volk, endlich bei theologischen Fragen mitreden zu können, und auch die Armenversorgung wurde als Folge der 95 Thesen in die Hände der Kirchengemeinden gelegt. Dabei betonte Glaser: „Luther wäre eine Kirche lieber gewesen als die Spaltung.“

 

 

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